Wie kann Musik bei Parkinson helfen 

 

Musik ist in der Therapie vielfältig einsetzbar. Sie löst positive Empfindungen aus und eignet sich daher sehr gut für eine Therapie.

Auch wenn wir es nicht Wahrhaben wollen, Musik hat einen direkten Einfluss auf den menschlichen Körper und die Psyche. Die Musik hat stimulierende oder beruhigende Wirkung. Sie wird in der Musiktherapie erfolgreich  eingesetzt. Dazu gibt es Weltweite Studien, die das belegen. Als Patient braucht man keine Erfahrung oder musikalisches Wissen haben. In der neurologischen Musiktherapie (NMT) nach Thaut werden motorische oder sprachliche Funktionen behandelt. Der Rhythmus hat hierbei eine tragende Rolle.

Musik, insbesondere ihr rhythmischer Anteil, regt weitverzweigte Netzwerke im Gehirn an und versetzt den Körper in die Bereitschaft zu erhöhter motorischer und sensorischer Aktivität. Darüber hinaus unterstützt ein klar strukturierender Rhythmus Bewegungsabläufe, die rhythmisch sequenziert sind wie z.B. das Gehen und auch andere alltagsorientierte Bewegungsabfolgen.

Das Indikationsspektrum der NMT umfasst alle neurologischen Erkrankungen, welche Bewegung, Kommunikation und Kognition beeinträchtigen. Dazu zählen z.B. Schlaganfall, Schädelhirntrauma, Parkinson oder auch Multiple Sklerose.
Die innerhalb der Therapie angewandten Interventionen werden individuell auf den Patienten und seine Symptome zugeschnitten, sodass unterschiedliche Ziele verfolgt werden können.  Die Neurologische Musiktherapie wird von zertifizierten Therapeuten durchgeführt. Dazu stehen alle neurologischen Musiktherapeuten im interdisziplinären Austausch mit Kollegen, um eine bestmögliche Behandlung zu gewährleisten.

Innerhalb der NMT wird unter anderem mit folgenden Interventionen gearbeitet:

  • Gangtraining mit rhythmisch-akustischer Stimulation (RAS)

  • Therapeutical Instrumental Music Performance (TIMP)

  • Patterned Sensory Enhancement (PSE)

  • Melodic Intonation Therapy (MIT)

  • Vocal Intonation Therapy (VIT)

  • Musical Neglect Training (MNT)

Auch in der Frührehabilitation kommt die Musiktherapie zum Einsatz. Wenn ein Patient sich nach neurologischen Schäden in einem komatösen und postkomatösen Zustand befindet, kann Musik eine erste Orientierungsmöglichkeit bieten. Unter anderem kann durch den Einsatz von Klanginstrumente und Gesang die Eigenwahrnehmung und Selbststrukturierung des Patienten gefördert werden.

Ein zentraler Aspekt ist der basale Aufbau von Kommunikation auf non- und präverbaler Ebene für Patienten, denen die sprachliche Ebene (noch) nicht zur Verfügung steht. Über den Einsatz von unterschiedlichen musiktherapeutischen Techniken, werden körpereigene Rhythmen gespiegelt und durch den Kontakt positiv beeinflusst. Im weiteren Verlauf stehen die Förderung von Motivation und Interaktion zentral.
Auch im Bereich der Frührehabilitation wird die Behandlung von qualifizierten neurologischen Musiktherapeuten durchgeführt. Dabei bietet ein individuell auf den Patienten zugeschnittener Behandlungsansatz die Möglichkeit zur emotionalen Stabilisierung und Krankheitsverarbeitung.

 

 

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