Musik wirkt sich aus auf Bewegung und Stimmung

Es heißt Musik fährt in die Glieder. Das kommt nicht von Ungefähr. Die Finger klopfen im Takt der Musik, der Kopf schwingt mit. Dann der ganze Körper. Audio Motorisches Phänomen, nennen es die Wissenschaftler. Der Rhythmus geht wir eine Droge direkt ins direkt ins Gehirn. Die Musik wirkt auf den Körper wie ein Magnet. Die Musik zieht den Körper an und schon Tanzt der Körper mit.

Schon nach kurzer Zeit Musikhören verbessert es die Laune und Beweglichkeit.

Diese Besonderheit kommt in der Musiktherapie auf Bewegung von Parkinson Patienten zum Tragen. Forscher aus Salzburg haben gezeigt, dass bei dieser Erkrankung bereits das kurzzeitige Hören von lauter, rhythmischer Musik zur messbaren Verbesserung der Beweglichkeit führt[1].

[1] Günther Bernatzky, Patrick Bernatzky, Horst-Peter Hesse, Wolfgang Staffen, Gunther Ladurner (2004). Stimulating music increases motor coordination in patients afflicted with Morbus Parkinson. Neuroscience Letters, Volume 361, Issues 1–3, 6 May 2004, Pages 4-8.  https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15135879/

In Bewegung bleiben – trotz Parkinson.

Das ist das Wichtigste bei dieser langsam fortschreitenden Erkrankung des Gehirns. Aus der Forschung weiß man, dass regelmäßige und intensive Bewegung das Fortschreiten der Symptome bremsen kann.

Für das tägliche Training ist Musik besonders gut geeignet, weil sie in Form des Smartphones immer und überall verfügbar ist. Für das Gangtraining wird die Taktzahl, also das Tempo der Musik an die Schrittfrequenz angepasst. Und los geht’s – im Wohngebiet, im Stadtpark oder im Wald, aber auch auf dem Laufband zuhause. Die Schrittfrequenz ist entscheidend für eine gute Gangsicherheit. Um das Abzuklären sollte ein Therapeut konsultiert werden.

Mehr darüber auf:

https://www.musiktherapie.de/blog/forschung-1/2021/04/fa

und einem Bericht von Erika Pichler in einer "Die Presse", Print-Ausgabe, 04.07.2020)

in „Musikament“ gegen die Parkinson-Krankheit

In einer gemeinsamen Parkinson-Studie planen die Wissenschaftler einen Vergleich der Wirkung von (rezeptivem) Musikhören und (aktivem) Singen auf die Patienten. „Singen kann die Gesundheit und das Wohlbefinden verbessern, indem es Neurotransmitter und Hormone wie Cortisol und Alpha-Amylase reduziert, jedoch Dopamin, Serotonin und Oxytocin ansteigen lässt“, betont die Musikwissenschaftlerin Grebosz-Haring.

Heilsamer Chorgesang

Erfolgversprechend erscheine vor allem ein regelmäßiges Singen in einer Gruppe. „Erste Ergebnisse bei verschiedenen Populationen zeigen deutliche Verbesserungen des mentalen und sozialen Wohlbefindens und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität auch im nachhaltigen Verlauf. Die durch das Singen synchronisierten Bewegungen wurden auch mit einer erhöhten Schmerztoleranz assoziiert und können bei der Aufrechterhaltung der motorischen Leistungen der Patienten von Vorteil sein.“

Für die geplante dreimonatige Studie mit 90 Betroffenen werden noch Parkinson-Patientinnen und -Patienten gesucht. Die Probanden werden in drei Gruppen zu je 30 Personen unterteilt. Eine Gruppe hört Musik, die zweite singt wöchentlich im Chor, eine dritte Kontrollgruppe nimmt an keinen Aktivitäten teil.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.07.2020)

Wo man singt da lass Dich ruhig nieder....

Ist Singen auch bei Parkinson gut?

Robert Harris ist Neurowissenschaftler. Er sagt „Probanden machten ausgezeichnete Musik, wenn sie improvisierten.‘

Parkinson hat ein Zerstörerisches Potenzial. Er greift unser Sprachvermögen an. Aber dieses Problem verschwindet, sobald die Patienten anfangen zu singen. Laut Neurowissenschaftler Robert Harris können die Patienten mittels Gesangsformen wie Rap lernen, besser zu sprechen.

Wo man singt da lass Dich ruhig nieder, sagt in alte Spruch

Ist Singen auch gegen Parkinson gut?

Robert Harris ist Neurowissenschaftler. Er sagt „seine Probanden machten ausgezeichnete Musik, wenn sie improvisierten.‘

Parkinson hat ein Zerstörerisches Potenzial. Er greift unser Sprachvermögen an. Sie wird leiser, sie wird verwaschener . Man fängt an zu Nuscheln. Aber dieses Problem verschwindet, sobald die Patienten anfangen zu singen. Laut Neurowissenschaftler Robert Harris können die Patienten mittels Gesangsformen wie Rap lernen, besser zu sprechen.  Dass Musik eine positive Wirkung auf die motorischen Fähigkeiten von Menschen mit Parkinson hat, ist bereits seit längerem bekannt. Die Hirnkrankheit kennzeichnet sich durch körperliche Probleme wie Zittern und mühsames Gehen.“Aber wenn ein Parkinson-Patient Musik mit einem starken Beat hört, dann verändert sich sein ganzes Bewegungsmuster“, erzählt Bewegungs- und Neurowissenschaftler Robert Harris. „Ich traf einen Mann, der mit Musik völlig anders gehen, tanzen und auf einem Bein stehen konnte. Normalerweise schlurft er durch den Raum. Das war wirklich unglaublich.“

https://www.parkinsonfonds.de/uber-parkinson/

Viele in den letzten Jahren gemachte Studien zeigen auf, wie Musik die Lebensqualität von Parkinsonbetroffenen verbessern kann. Doch was passiert da genau im Gehirn?

Auf einer Infoformationstagung in Valens am 6. Juli 2023 lieferte darauf konkrete Antworten. Dabei stand der Rhythmus im Fokus. Die Kunsttherapeutin Susanne Lippert-Lehle. erklärt es so «Die Fähigkeit, Rhythmus zu spüren, ist in Menschen aller Kulturen seit jeher verankert», Dabei spielen unterschiedliche Hirnregionen zusammen. «Wenn sich jemand synchron zum gehörten T



bewegt oder trommelt, schwingen Teile des Gehirns zur Schlagfrequenz mit.»

Das kann Parkinsonsymptome für eine gewisse Dauer lindern. «Die Freude an der Musik selbst und die damit verbundenen Glücksgefühle sowie das «Sich-in-Einklang-bringen» sorgen für einen regelrechten Dopamin-Kick. Das Belohnungssystem wird angeregt, wodurch sich Bewegungen einfacher auslösen lassen», sagte Susanne Lippert-Lehle.

Dass rhythmische Therapie mit Trommeln eine positive Wirkung hat, erfuhren die Teilnehmende der Infotagung am eigenen Körper. Unter der Anleitung der Kunsttherapeutinnen des Rehazentrums Valens spielten einige Freiwillige zusammen Djembe. Dabei fanden sie schnell in einen gemeinsamen Rhythmus. «Zu trommeln regt den Körper an», sagte eine Betroffene im Anschluss, sie spüre die Vibration noch immer. Eine andere fühlte sich befreit und geerdet. Und auch Teilnehmende, die der rhythmischen Therapie nur zugesehen und zugehört hatten, nahmen ein Kribbeln in den Händen war. Als hätten sie selbst mit getrommelt.

Dass Musik eine positive Wirkung auf die motorischen Fähigkeiten von Menschen mit Parkinson hat, war bereits bekannt. Die Hirnkrankheit kennzeichnet sich durch körperliche Probleme wie Zittern und mühsames Gehen.“ Aber wenn ein Parkinson-Patient Musik mit einem starken Beat hört, dann verändert sich sein ganzes Bewegungsmuster“, erzählt Bewegungs- und Neurowissenschaftler Robert Harris. „Ich traf einen Mann, der mit Musik völlig anders gehen, tanzen und auf einem Bein stehen konnte. Normalerweise schlurft er durch den Raum. Das war wirklich unglaublich.

https://www.parkinson.ch/news-info/wie-rhythmische-therapie-wirkt